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Melanie & Martin

Client: Melanie & Martin
Date: 2017
Services: Fotografie, Hochzeit

Melanie und Martin feierten eine wunderschöne Traumhochzeit mit allem, was man sich nur wünschen kann. Besonders präsent war vor allem die große Menge „Segen“, der für die Beiden vom Himmel tröpfelte.

Der Wetterbericht prognostizierte Regen am Vormittag, Regen zu Mittag und Regen am Abend. Nicht gerade das Wetter, das man sich für eine Augusthochzeit wünscht oder vorstellt. Vor allem wenn man so einen heißen und schönen Sommer hatte wie heuer. Die Stimmung war aber alles andere als trüb und nass. Das Brautpaar nahm die Witterungszustände so unglaublich gelassen und bekämpfte die dunkle Regenwetterstimmung einfach mit bunten Regenschirmen. Respekt in diesem Punkt. Als Fotograf begleitet man das Brautpaar ja auf Schritt und Tritt und ich hatte kein einziges Mal das Gefühl, dass sie sich vom Regen den Tag vermiesen lassen. Das fand ich wirklich super und bemerkenswert! Man muss erwähnen, dass sie bereits bei der Standesamtlichen Trauung richtig schlechtes Wetter hatten. Das liegt wohl in der Familie und steht quasi als Zeichen für eine gute Ehe und ganz viel Segen, habe ich mir erzählen lassen. Bei der Hochzeit von Martins Eltern hat es geregnet, bei der Hochzeit von seinem Bruder und nun auch bei ihm. Es war also Schicksal und eigentlich kann man sich ja fast „freuen“, wenn das so eine Art Brauch ist.

Ein weiterer Pluspunkt war, dass Meli so unglaublich gut vorbereitet und organisiert war. Es konnte eigentlich alles passieren, Meli hatte ganz bestimmt einen Plan B parat. Ein Hoch auf Organisationstalente. Meli zog sogar zweimal ihr Kleid an, weil das Zeitmanagement sogar eine Art „Probeanziehen“ geboten hat. Es war einfach stressfrei und gemütlich. Keine Hetzerei. Ich hatte genug Zeit um alle Details und die Stimmung einzufangen. Das Getting Ready fand im Elternhaus von Melanie statt. Ihre Mutter hat einen tollen Friseurladen im Haus, indem ihre Brautjungfern und sie aufgehübscht wurden. Gibt doch nichts besseres, wenn die eigenen Mama dir die Haare macht oder?

Melanie und Martin haben zwei liebevolle Kinder, Emilia Sophie und Elias. Emilia war die kleine Braut und hatte ihr eigenes „Brautkleid“. Sie hatte so viel Freude und ein richtig schönes Strahlen in den Augen, als es hieß sie darf sich anziehen. Die Aufgabe des Anziehens übernahm Lisi, die treue Zubraut, die von Anfang bis zum Schluss gewusst hat, was zu tun war.

Der First Look fand im Stiegenhaus bzw. bei der Haustüre unter dem schönen Schwiebogen statt. Zu diesem Moment hat es ziemlich viel geregnet, aber als Fotografin hat man die Pflicht diese Momente festzuhalten. Ich dachte nicht mal daran mir einen Regenschirm zu holen und bemerkte erst nach ein paar Schüssen, dass es eigentlich doch viel regnet. Das machte mir aber im Moment nichts aus. Ich war halt dann komplett nass und sah schon vor der Trauung aus wie ein nasser Schlosshund, da half die ganze wasserfeste Schminke nichts. Haha aber als Fotografin ist es ja eigentlich ziemlich egal wie man aussieht, weil man sich ja e nie selber fotografiert – Glück für mich 😉 Das nächste Mal werde ich mir aber einen Regenschirmhalter organisieren, dass meinem Equipment ja nichts passiert. Oder vielleicht gibt es ja so ein extra Schirmchen für die Kamera, das man in den Blitzschuh stecken kann? Das wär praktisch.

Nach dem Aufhalten beim Nachbar in der Garage, wo Martin, als Standesbeamter, Meli einen Liebesbrief auf einer alten Schreibmaschine schreiben und vortragen musste, gang es mit einem alten, super schönen Bus nach Steyr. Die Trauung fand in der Michaelerkirche und die Feier im Schloss Lamberg statt. Vor der Trauung gab es noch einen Stopp beim Hotel und ein kleines Shooting im kitschig romantischen Hotelzimmer. All das ließ der Zeitplan zu. Bei Hochzeiten gibt es echt nichts Schöneres als genug Zeit zu haben.

Die Kirche war sehr schön und groß und alle Plätze waren belegt. Meli ist ehemalige Ministrantin, genauso wie Maria und Elisabeth mit denen sie gemeinsam Herrn Pfarrer Engelbert Leitner bei den Messen unterstützen. Als kleine Überraschung hüpften Maria und Elisabeth in ein Ministranten Gewand. Der große Chor bestand aus vielen Freunden. Ich finde so kleine Gesten super nett und finde, dass diese die Hochzeiten zu dem machen, was sie sind. Obwohl es eine große Trauung mit vielen Menschen war, war sie sehr liebevoll und familiär gestaltet. Die kleine Emilia hatte ein Lied und ein Gedicht für ihre Eltern vorbereitet, bei dem nur wenige Augen trocken blieben. Die Überraschungen nahmen kein Ende und zogen sich durch den ganzen Tag. So hat es nach der Agape einen Luftballonstart gegeben.

Meli fotografiert ebenfalls gerne und weiß deshalb, wann das schönste Licht ist. So hat sie das Shooting zur Abendsonne geplant (Eines der schönsten Geschenke für einen Fotografen). Bis auf einen kleinen orangeroten Lichtblick gab es leider keine Abendsonne, aber dafür war die Location ein Traum und Meli und Martin waren immer noch super motiviert, strahlten Freude und Liebe aus.

Der Abend war vollgepackt mit Programm, superlustigen Einlagen, liebevollen Geschenken und einem riesengroßen Brautstehlen mit ganz viel Schunkeln und Gstanzln. Die Rieder lieben das und das darf auf keinen Fall bei einer Hochzeit fehlen. Auch hier haben die Details nicht gefehlt. Es gab einen Bereich mit verschiedenen Bowlen, eine Chips Ecke, eine für die Süßen, eine Fotoecke, Kräutertinkturen, Schnaps am Klo und vieles mehr. Ich als detailverliebte Person bin immer besonders erfreut, wenn sich jemand so viel Mühe gibt.

Zusammengefasst war es eine Hochzeit wie keine andere. Eine romantische Märchenhochzeit im großen Stil auf einem Schloss mit ganz viel Segen und Liebe zum Detail. Melanie und Martin, Danke für euer Vertrauen in meine Leistung. Ich wünsche euch alles Liebe und Glück auf euren Lebensweg.

Das Übergeben der Fotos ist immer ein ganz besonderer Moment für mich. Meli war so gespannt und voller Vorfreude, dass sie gleich gefragt hat ob sie das Paket aufmachen und auspacken darf. Als ich sie bat mir Bescheid zu geben, wie sie die Fotos findet, sagte sie: „Da  brauch ich gar nicht warten, das weiß ich jetzt schon, dass sie schön sind.“ 🙂