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Julia & Martin

Client: Julia & Martin
Date: 2017
Services: Fotografie, Hochzeit

Julia und Martin feierten ihre standesamtliche Trauung im kleinen Kreis an einer ganz speziellen Location. Mit Blick auf den Traunstein unter Schäfchenwolken und Sonnenschein gaben sich die Beiden das Ja Wort. Man spürte das familiäre, vertraute und glückliche Flair bei jeder Tätigkeit. Es wurde gesungen, getanzt, geweint, gelacht und von Schiffen gesprungen.

Das Besondere an dieser Hochzeit war, dass sie einfach ganz anders war. Julia und Martin engagierten mich für ihre standesamtliche Trauung, also für die Generalprobe sozusagen.

Begonnen hat der Tag ohne laute Schweizerkracher, dafür mit Föhngeräuschen und dem Duft von Haarspray. Zeitgleich wurde die große Tafel draußen vor dem Haus für den Brunch vorbereitet mit duftenden Gebäck und frischen Beeren. Die fleißigen Helferleins wurden immer mehr. Julia hüpfte in ihr wunderschönes Brautdirndl und wie man sehen kann, war es hier schon sehr lustig.

Fertig „gschampert“ (angezogen) ging es ins Erdgeschoss zu ihrem Martin und gleich weiter zu den Gästen, die das Brautpaar kaum erwarten konnten. Nach vielen Bussis, Fotos und Umarmungen gings ans Essen.

Nach der ersten Stärkung kam auch schon der Bus, der die ganze Meute nach Traunkirchen fuhr. Einer der Kuchen wollte nicht mit, und küsste anstatt dessen lieber den Boden. Nach ein paar Bierchen (nicht für mich, versteht sich 😉 ) sind wir an der Hochzeitslocation angekommen, in der Spitzvilla. Eine sehr sehr beliebte Location, wo man 1 Jahr davor schon viel zu spät dran ist um zu reservieren. Deshalb heirateten sie einfach an einem Dienstag. Ah wuascht!

Ich kannte die Location vorher nur von Fotos, aber als ich sie live sah, dachte ich mir einfach „Geil!“ und im nächsten Moment „Hab ich e gnuag Speicherkarten mit? Das werden fix vü Fotos.“. Nach Gruppenbild und Aperitif ging es schon los. Die Trauung war zwar nicht sehr lang aber sehr emotional. Von herzhaftem Gelächter bis zu Freudentränen war alles dabei. Emotionen sind was tolles 🙂

Nach der Trauung und vor dem Gratulieren stellte sich die ganze Hochzeitsgesellschaft in einen Kreis und sang ein paar Lieder. Es konnte einfach jeder Singen, sowas gibt es nicht oft. Das fand ich sehr schön und persönlich.

Die Gratulanten konnten ihre Tränendrüsen auch nicht ganz unterdrücken und wenn der Opi schon weint, muss die Enkeltochter noch mehr weinen. Ich bin immer ganz froh, dass ich mich in solchen Momenten hinter der Kamera verstecken kann, auch bei mir blieben die Augen nicht trocken.

Nach einem köstlichen Essen wurde die Tanzfläche eröffnet und der Geburtstagskuchen angeschnitten. Ich war ein bisschen verwirrt, als ich Happy Birthday las. Dachte, das wäre die falsche Torte. Aber Julia hatte 2 Tage davor Geburtstag. „Die Hochzeitstorte gibts dann e bei da richtigen Hochzeit.“

Es wurde viel getanzt und immer geposed, wenn ich mit meiner Kamera nur irgendwo in der Nähe war. So viele Fotobegeisterte habe ich noch nie gehabt. Ich bin es eher gewohnt, dass sich alle wegdrehen, wenn ich mit der Kamera komme. Hier war es genau umgekehrt. Die meisten haben sich super gefreut und mir immer gleich ihr bestes Lachen geschenkt.

Plötzlich wurde Julia gestohlen und auf ein Motorboot entführt. Martin wollte sie natürlich sofort wieder zurück und ging mitsamt seiner ganzen Hochzeitsgesellschaft auf Suche. Sie schnappten sich ein Schiff und eine Kühltasche voller Wein um Julia und die Diebe aufzuspüren. Nach den ersten paar Liedern und ein paar aufreizende Selfies von Martin an Julia entdeckten sie ein Motorboot und steuerten drauf zu. Martin war klar, er muss auf das Motorboot um seine Julia zu retten, von alleine würden die Raudis sie nie hergeben. Ohne zu zögern legte er seine Tracht ab und tauschte sie gegen eine Badehose. Er entschied sich für eine gscheide Oaschbombn, damit die Diebe wenigstens nass werden, wenn sie schon seine Julia gestohlen haben. Gesagt getan und schwuppdiwupp war er auf dem Motorboot und die Diebe waren nass. Julia blieb Gott sei dank trocken. Wieder alle vereint am Schiff wurde geschunkelt und gstanzlt bis der Wein leer war.

Mit ein bisschen Wein intus lässt sich leichter posen und natürlich sein. Und so war das Shooting, es hat so viel Spaß gemacht. Es wurde geblödelt, gschmaulit (gekuschelt), gebusslt, geschaukelt und gelacht. Vor der Jause wurden noch Glückwünsche in Bootsform überreicht und auf den See in die weite Welt geschickt, dass sie ja alle in Erfüllung gehen. Gegen halb 10 ging es wieder zurück Richtung Haag. Der Radio war überflüssig. Und weil nicht genug gesungen werden kann, gabs vor der Verabschiedung noch ein gemeinsames Betthupferllied. Alle standen im Kreis und reichten sich die Hände. Man merkte wie sehr sie sich alle lieb haben und die Zeit gemeinsam genießen. Julia und Martin, danke, dass ich euren Tag begleiten hab dürfen und euch und eure Familien kennen lernen durfte.